One day – one lens? adidas evil eye evo VARiOtuned

24.09.2016 | Christian Sauer | Lifestyle, Testrides

adidas evil eye evo VARiOtuned
Gläser mit automatischer Anpassung der Tönung sind bei optischen Brillen schon länger erhältlich. Doch jetzt hält die vielversprechende Technologie auch bei Sportbrillen Einzug. Wir haben die vario Filter von adidas Sport eyewear ausführlich getestet. Kann das Multitalent bei allen Lichtverhältnissen überzeugen?

Vom österreichischen Hersteller Silhouette mit Firmensitz in Linz stammend, der unter dem gleichnamigen Namen besonders leichte (Sonnen)Brillen anbietet, hat sich adidas Sport eyewear neben Oakley zu einer der beliebtesten Marke für Aktive entwickelt. Vor allem beim Mountainbiken, wo zusätzlich zum Schutz vor Sonnenstrahlung auch der vor Fahrtwind, Dreck und manchmal auch vor Steinschlag wichtig ist, hat sich das Modell evil eye über viele Jahre hinweg zum beliebten Klassiker entwickelt. Ihre Nachfolgerin, die evil eye evo fällt zur besseren Abschirmung der Augen in jeder der erhältlichen Größen etwas größer aus.

Geblieben sind zum Glück die winkelverstellbaren Bügel samt gerippten Innenseiten für einen stabilen Halt am Kopf und Anpassung an unterschiedliche Nasenformen dank mehrfach verstellbarer Nasenauflagen. Wer optische Gläser benötigt, kann diese per Clip oder Einsatz nutzen. Erneut wird auch eine Pro-Version mit einem abnehmbaren Schweißblocker angeboten und bewährt hat sich außerdem die Möglichkeit zum Wechseln der Plastikgläser. Insgesamt stehen 17-Varianten inklusive Klarsicht-, kontrasterhöhende- und polarisierte Tönungen zur Wahl. Eine Besonderheit stellen ihre beschlagfreien sowie hydrophoben, also wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften dar. Noch innovativer sind im Segment der Sportbrillen allerdings die photochromen vario-Filter.

 

Sie sollen einen Wechsel der Gläser per Hand, was mit etwas Übung problemlos binnen weniger Sekunden gelingt, komplett überflüssig machen. Zwar funktioniert es nicht im „Handumdrehen“, aber innerhalb von offiziell gemessenen 20 Sekunden verändern sich die Gläser automatisch von kristallklar zu einer dunklen Tönung. Genauer gesagt entspricht dies einer Lichttransmission von 14 bis 89%, beziehungsweise Schutzstufe 0 bis 3. Das ist besonders praktisch auf langen Touren, wenn sich die Lichtverhältnisse während des Tages stetig verändern. An ihre Grenzen stößt die Technologie allerdings beim schnellen Wechsel von Licht und Schatten, wo die Anpassung nicht schnell genug funktioniert. Und die Kontrasterhöhung gelber oder oranger Filter können die VARiOtuned ebenfalls nicht bieten.

Dafür sollen zur verbesserten Sichtbarkeit des Fahrers oder der Fahrerin bei Dunkelheit die fluoreszierenden Leuchtelemente an den Bügeln und beim Stirnpolster sorgen, die dann neonfarbig leuchten. Ob die hochwertigen Gläser tatsächlich so kratzunempfindlich sind, wie der Hersteller sagt, konnten wir nicht abschließend beurteilen – das wird wohl nur ein längerer Test zeigen. Fest steht, dass die innovativen Filter allein bei der evil eye evo oder evil eye evo pro mit zahlreichen Rahmenfarben kombinierbar sowie für die Modelle evil eye halfrim und tycane erhältlich sind. Darüber hinaus bietet adidas Sport eyewear ein umfangreiches Zubehör-Programm samt Kopfband und Schwimmkörper an, damit die wertvolle Brille mit der offiziellen Preisempfehlung von € 219,- Euro beim Sturz ins Wasser nicht untergeht. Weitere adidas-Modelle mit vario Filtern stehen bereits ab € 169,- in der Preisliste und einige Händler verkaufen sie zudem deutlich preiswerter.