The power of luxury in action – Aston Martin Rapide S

01.04.2013 | Anja Sauer | Testrides

Aston Martin Rapide S Test Drivers Club Germany

Bond, James Bond – nein – unsere Redakteurin Anja Sauer begab sich auf eine spannende Testfahrt mit dem neuen Aston Martin Rapide S in Spanien. Außerdem traf sie den Aston Martin Boss Dr. Ulrich Bez persönlich. Hier ihr Fahrbericht.

Idyllisch und ruhig liegt das Luxushotel im katalanischen Torrent. Der Frühling ist eingezogen. Grüne Wiesen, Blumen und Vogelgezwitscher lassen den Großstadtstress vergessen – einfach nur die Seele baumeln lassen. Doch plötzlich: lautes Aufheulen von Motoren lässt die Erde erbeben. Ein Vogelschwarm flattert erschrocken gen Himmel. Die ersten Aston Martin Rapide S setzen sich in Bewegung und radieren ihre Spuren in den Asphalt.

Schon vor dem Eingang des Hotels begrüßt mich ein neuer Aston Martin Rapide S in „Skyfall Silver“ verziert mit Carbon-Elementen – James Bond ist immer präsent. Bevor ich starte, nimmt uns der Aston-Martin-Boss Dr. Ulrich Bez in die Welt von Aston Martin mit und erklärt uns liebevoll die Linien und Kurven seines jüngsten Baby. Fühlen sollen wir ihn, einfach erleben. Wie gebannt schaue ich den ästhetisch geformten Wagen an und folge mit meinen Händen jeder Linie des Aston Martin. Harmonisch wirkt er und der feststehende Spoiler am Heck passt perfekt zum Design. Die weichen Formen werden nur vom, verglichen mit dem bisherigen Rapide, vergrößerten und komplett aus Metall bestehenden Kühlergrill unterbrochen, der dem viertürigen Sportwagen ein martialisches Antlitz verleihen. Trotzdem wirkt die Formensprache in keinster Weise übertrieben. Im Cockpit Platz genommen, fühle ich feinstes Leder, Alcantara und ultraleichtes Carbon. Alles perfekt genäht und sogar die Schaltpaddels sind beledert. Ich bin restlos begeistert und will jetzt endlich losfahren.

Schon beim Starten des 6-Liter-Motors bekomme ich eine Gänsehaut. Der 12-Zylinder-Sauger erfüllt seine Umwelt mit beeindruckendem Sound und lässt bereits erahnen, welche Kraft der Rapide S entfalten kann. Dessen Entwicklung stammt direkt aus der Aston Martin Motorsport-Abteilung, die mit ihrer langjährigen Erfahrung die Performance und Effizienz des Motors enorm gesteigert haben. Als ich mich mit den 558 PS in Bewegung setze, bemerke ich sofort die Agilität des doch recht großen, knapp zwei Tonnen schweren Sportlers. Er hat, verglichen mit seinem Vorgänger, 81 PS dazugewonnen und ist damit der stärkste viertürige Aston Martin aller Zeiten. Direkt und sicher windet sich der etwa fünf Meter lange Wagen durch die engen Kurven der Pyrenäen-Landschaft. Kurve anbremsen, … einlenken, … beschleunigen. Diese Dynamik bedeutet Fahrspaß pur. Ich fühle mich wie bei einer James Bond Verfolgungsjagd – mit dem Unterschied, das ich „meinen“ Aston Martin wieder heil zurück bringe.

Auf der Geraden gleitet der Rapide S elegant über den Asphalt: komfortabel, leise und kein bisschen unruhig. Lange Strecken sind somit kein Problem für den Gentleman. Als Viersitzer lässt es sich auch im Fond gut aushalten, jedoch sollte man nicht all zu groß gewachsen sein.