26. 02. 2016 | Christian Sauer | Testrides
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Citroen DS 4 Crossback Drivers Club Germany
Auch wenn die Modelle der noch jungen Submarke in Anlehnung an die „Göttin“ ausschließlich den Namen DS tragen, bleibt der kompakte Crossover ein Citroën mit typischen Stärken und Schwächen. Welche das sind und wo uns er überrascht, zeigt unser Fahrbericht.

Automobilhersteller mit langer Tradition berufen sich gerne auf ihre Anfänge und legendären Vorfahren. Unumstritten zählt die „Göttin“, die von 1955 bis 1975 gebauten D-Modellen – auch unter DS bekannt, dazu. Die avantgardistische Formensprache sowie innovative Technik waren ihrer Zeit weit voraus und heute werden teils horrende Preise für die raren Oldtimer bezahlt. Diese Ehre wird den drei aktuellen Baureihen DS 3, DS 4 und DS 5 der neben Peugeot und Citroën dritten Marke des PSA-Konzerns in einigen Jahrzehnten kaum gebühren, auch wenn ihr Design kreativen Augen schmeichelt. Ganz neu sind alle drei nicht, der DS 4 ist als Citroën bereits seit 15 Jahren auf dem Markt. Insgesamt wurde der Kompakte über 115.000 Mal verkauft. Ob es zukünftig in Deutschland sehr viele mehr werden, bleibt fraglich – doch dazu später mehr.

 

Schauen wir uns den DS 4 Crossback erst einmal genauer an: Citroën – pardon – DS Automobiles bezeichnet den DS 4 mit viel Chromzierrat und zahlreichen zur Wahl stehenden Farbkombinationen selbst als „Premium-Limousine“ und den DS 4 Crossback als „abenteuerliche Version“ davon. Optisch folgt der 4,28 m lange und 1,53 m hohe Fünftürer mit nicht lackierten Plastikbauteile, Dachreling und -spoiler dem Trend anderer Crossover, die unterhalb von SUVs positioniert sind. Zwar wurde die Bodenfreiheit gegenüber dem „normalen“ DS 4 um 30 mm und somit auch die Sitzposition erhöht, aber es bleibt beim Frontantrieb – Allrad wird nicht als Option angeboten. Dafür will der Franzose mit Details wie den zahlreichen DS-Symbolen, den kombinierten Xenon-LED-Schweinwerfern, der von anderen Citroën-Modellen bekannten Panoramafrontscheibe mit ausziehbaren Sonnenschutzblenden und den optisch versteckten Türgriffen hinten punkten. Leider wirken die Türen nicht besonders solide, was andere Premium-Kompakte besser können. Gleiches gilt auch für die relativ hohe Landekante zum Kofferraum, der immerhin 385 Liter fasst sowie die mäßigen Platzverhältnisse auf der Rücksitzbank.