20. 01. 2016 | Christian Sauer | Lifestyle
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Hanse Explorer Yacht Antarktis

Wir stellen einige der interessantesten Reviere und Schiffe für den exklusiven Urlaub auf auf den sieben Weltmeeren vor.

Der mehrjährige Bau oder der kurzfristige Kauf einer eigenen Superyacht sollte gut überlegt sein. Zu den zwei- bis dreistelligen Millionenbeträgen für die Anschaffung addieren sich horrende Unterhaltungskosten. Daher stellt das wochenweise Chartern mit der Familie, mit Freunden oder Geschäftspartnern eine ebenso reizvolle wie vernünftigere Alternative dar. Allerdings sollte auch dabei nicht unterschätzt werden, dass die Nebenkosten beispielsweise für Treibstoff, Hafengebühren oder das Crew-Trinkgeld alles andere als gering ausfallen. Während Broker-Unternehmen die Organisation vorab übernehmen, kümmert sich vor Ort eine professionelle Mannschaft um das Wohl der Gäste. Dank Weltklasse-Köchen sowie Stewards können sie ihren exklusiven Urlaub in absoluter Privatsphäre und schier unvorstellbarem Luxus genießen. Selbst abseits der typischen Routen im Mittelmeer oder in der Karibik stehen zahlreiche Schiffe verschiedener Größen, ob mit oder ohne Segel zur Wahl. Und damit keine „Langeweile“ an Bord oder in einsamen Buchten aufkommt, sorgt ein immer größeres Arsenal an Tendern und Toys für Unterhaltung. Das Angebot reicht von aufblasbaren Wasserrutschen, Trampolinen oder Kletterwänden, über Surfboards, Segeljollen, Jetskis bis hin zu Mini-U-Booten.

 

Für Aus- und Rundflüge oder schnelle Transfers empfehlen sich Aero-Tender in Form von Helikoptern oder Wasserflugzeugen, die zunehmend auf den großen Yachten „parken“. Gerade auf Törns fernab jeglicher Zivilisation bieten diese zusätzliche Sicherheit, um die sich kein Passagier dank modernster Schiffsbautechnik und hohen Standards ernsthaft Gedanken machen muss. Über einen besonders stabilen Rumpf mit Eisklasse verfügen bislang erst wenige Charter-Yachten. Doch entsprechende Neubauten sind bereits in Planung und werden noch entlegenere Destinationen wie die Nordwestpassage oder die Antarktis den Abenteurern zugänglich machen. Parallel dazu werden die Anstrengungen verstärkt, solche Reisen möglichst nachhaltig und mit einem geringeren ökologischen Fußabdruck zu vereinbaren. Maßnahmen wie sparsamere Dieselmotoren mit Abgasreinigung und Hybridantriebe, aber auch der umweltschonende Umgang mit Abfällen und Abwasser sorgen dafür, dass die Charter-Ferien ohne schlechtes Gewissen in allen Zügen genossen werden können.

Mit 1,2 Millionen Euro pro Woche gebührt der 95 Meter langen „Kismet“ aktuell der prestigeträchtige Titel der offiziell teuersten Charter-Yacht. Sie wurde in Bremen bei der weltweit renommierten Lürssen-Werft gebaut und 2014 an ihren Eigner, dem Milliardär Shahid Khan übergeben. Im vergangenen November sollte „Kismet“ das Highlight der Lauderdale International Boat Show werden, doch eine kurzfristige Charter-Anfrage änderte die Pläne und so kreuzte die Yacht mit maximal zwölf Gästen, um die sich 28 Crew-Mitglieder kümmern, stattdessen in der Karibik.

 

Ob sie dort lieber die Salons, das Kino und den Wellness-Bereich im ultra-luxuriösen Interieur oder doch lieber den Pool und die Tanzfläche an frischer Luft nutzten, ist nicht bekannt. Fest steht, dass sich Kuba neben den kleinen Antillen und den Bahamas als klassische Reviere durch die gelockerten Sanktionen zum Trendziel entwickelt. Zunehmend werden große Yachten in Havanna gesichtet und die schier unendliche Inselwelt will entdeckt werden. Wer sich ernsthaft für einen Charter von „Kismet“ interessiert, sollte sich rechtzeitig bei Moran Yacht & Ship als zuständigen Broker melden, denn ihr Eigner verzichtet lediglich acht Wochen pro Jahr auf sein Schmuckstück. www.moranyachts.com

Die Föderierten Staaten von Mikronesien nordöstlich Papua-Neuguineas präsentieren sich nicht nur auf Fotos als perfektes Tropenparadies mit über 2.000 Atollen und Inseln auf einem riesigen Gebiet im Pazifik. Die gastfreundlichen Bewohner mit ihren unterschiedlichen Kulturen lohnen die lange Anreise ebenso wie die oft noch unberührte Natur an Land, über und unter Wasser. Um Mikronesien entspannt zu erkunden, bieten sich Explorer-Yachten wie die 59 Meter lange „Senses“ an.

 

1999 von der ehemaligen Schweers-Werft an der Weser gebaut, die auch deutsche Seenotrettungskreuzer konstruierte, profitierte die Yacht von deren ausgereifter Technik. Wie bei den „Lebensrettern“ kann der größte von mehreren Tendern sogar während der Fahrt vom Heck aus ins Wasser gleiten und wieder an Bord gezogen werden. Ihr Eigner, ein bekannter Internet-Multimilliardär, lässt seine „Senses“ von der Crew sehr aufwendig pflegen sowie regelmäßig überholen. Das zeitlose Interieur von Designer Philippe Starck ließ er größtenteils unverändert, was ihm die maximal zwölf Charter-Gäste sicher danken. US$ 400.000 pro Woche www.y.co