Best of 2015: Nachts im Museum

29.12.2015 | Daniel Englisch | Lifestyle

Nachts im Museum Mercedes-Benz Drivers Club Germany 4
Zusammen mit anderen Bloggern und Fotografen verbrachte Drivers Club Germany Redakteur Daniel Englisch exklusiv eine Nacht im Mercedes-Benz Museum.

Nachts im Museum. War das nicht einer dieser Filme mit Ben Stiller? Ja genau, und ganz in diesem Sinne lud die Marke mit dem Stern bereits zum zweiten Mal nach Stuttgart, in die heiligen historischen Hallen ein. Das Motto sagt schon alles, Veranstaltungsbeginn 17.00 Uhr, ein Programm bis spät in die Nacht, beziehungsweise bis in die frühen Morgenstunden. Und ja, auch im Museum wird nachts das Licht ausgeschaltet. Ab 01.30 wird somit für eine ganz spezielle Atmosphäre gesorgt.

Nachdem der Aufzug mit außenliegender Kabine uns zum Startpunkt in den obersten Stock befördert, betreten wir ein Art Aufwachraum. Ein weitläufiger, weißer, großer, leerer Raum mit einer krankenhausähnlichen Beleuchtung an Decke und Fußboden. Inmitten steht ein lebensgroßes und lebensecht nachempfundenes Pferd auf einem Podest mit folgender Inschrift: „Ich glaube an das Pferd. Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung“, die  Kaiser Wilhelm II zugeschrieben wird.

 

Schon im nächsten der auf sieben „Mythosräume“ aufgeteilten Ausstellung wird klar, wie sehr er sich geirrt hat. Beginnend mit den ersten motorisierten Kutschenwagen auf Holzrädern bis hin zu modernster Formel-1-Technik vereint Mercedes nicht nur die Geschichte der Marke, sondern auch einen großen Teil der Geschichte des Automobils unter einem Dach. Spätestens nach dem Rundgang durch alle Etagen wird man daran erinnert, welch prägenden Einfluss das Unternehmen auf die gesamte Automobilindustrie hatte und immer noch hat.

Es war ein langer Weg bis hin zu den aktuellen Modellreihen, aber auch zweifelsfrei ein schöner, wie wir hier in Stuttgart bewundern dürfen. Absolute Raritäten, Rennwagen, Nutzfahrzeuge, Ikonen, Filmautos, Gewinnerfahrzeuge und unbezahlbare Prototypen wie das legendäre 300 SLR Uhlenhaut Coupe, und natürlich das erste Auto überhaupt – was für eine Sammlung.