21. 01. 2016 | Christian Sauer | Testrides
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Subaru Levorg Drivers Club Germany Testdrive
Der japanische Hersteller will mit dem sportlichen Kombi neue Kunden gewinnen und treue Stammkunden halten. Ob er das Zeug dazu hat, klärt unser Wintertest.

Beginnen wir mit seinem etwas sperrigen Namen: Der setzt sich zusammen aus LEgacy, reVOlution und touRinG. In Japan und den USA erfolgreich, blieb der Legacy als großer Kombi hierzulande hinter den Erwartungen und dem Potential zurück. Dementsprechend wird er in Europa nicht mehr angeboten und durch den mit 4,69 m kompakteren Levorg ersetzt. Dadurch umgeht Subaru auch einen direkten Vergleich mit den etablierten Kombi-Modellen des E-Segments à la Audi A6, BMW 5er oder Mercedes E-Klasse. Stattdessen übernimmt der letztes Jahr von uns getestete Outback die Rolle des größten Subaru-Modells in Deutschland. Mit ihm teilt sich der Levorg das „Familiengesicht“ mit dem typischen Hexagonal-Frontgrill und den Scheinwerfer in Falkenaugen-Form.  Am auffälligsten ist sicherlich die Hutze auf der Motorhaube, die wie beim legendären Rallye-Ableger WRX STI nicht nur der Ladeluftkühlung dient, sondern auch optisch einiges hermacht. Dazu passen die 18-Zöller, die bei unserem Testwagen in der Topausstattung „Sport“ serienmäßig montiert sind ebenso wie der große Dachspoiler und der angedeutete Diffusor am Heck.

 

Neben unserer Lackierung „Steel Blue Grey Metallic“ wird der Levorg auf Wunsch auch in gedeckten Silber-, Grau- und Schwarztönen angeboten. Alternativ gibt es ihn auch in Weiß, Rot und einem kräftigem Blau. Doch anders als beim WRX STI arbeitet unter der Motorhaube kein 2,5-Liter-Boxer mit 300 PS, sondern ein neu entwickelter 1,6-Liter-Boxer samt 170 PS und 250 Nm ab 1.800 Umdrehungen. Das verspricht auf dem Papier nicht unbedingt sportliche Fahrleistungen, es reicht in Verbindung mit dem Leergewicht von unter 1,6 Tonnen für respektable 8,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, was sich subjektiv vor allem im S(port)-Modus recht flott anfühlt. Auch auf der Autobahn reicht der Durchzug zumeist aus – nur oben herum geht ihm bei Tempo 210 die Puste aus. Vielleicht spendiert Subaru seinem Hoffnungsträger ja doch noch einen seiner 2,0-Liter-Motoren wie dem 240-PS-Benziner des Forester XT oder den 150 PS Diesel vom Outback. Der dürfte bei vergleichbarer Leistung auch noch etwas sparsamer als die derzeit einzig erhältliche Motorisierung für den Levorg mit offiziell 7,1 Litern Super im Schnitt sein.