Kampfansage aus der Motor City: VL Destino

16.01.2013 | Dominik Bischoff | News

VL Destino Drivers Club Germany

Kampfansage aus der Motor City: Der VL Destino fordert die europäischen Sportcoupés heraus.

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Dem geübten Auge mag bekannt vorkommen was VL Automotive da auf der Auto Show in Detroit präsentiert. Und tatsächlich, das Blechkleid des VL Destino erinnert verdächtig stark an den Fisker Karma. Dass ist aber auch kein Wunder, denn in der Tat haben die Ingenieure von VL Automotive das Chassis des Fisker Karma beinahe eins zu eins übernommen. Nur geringfügige Änderungen waren nötig, denn schließlich steckt im Destino kein Elektromotor mehr, sondern ein stattliches Aggregat aus dem Hause Chevrolet. Nicht weniger als der 6,2 Liter V8 aus der Corvette ZR1 treibt das viertürige Sportcoupé an. Der leistet in der Supercharged-Version 638 PS bei einem Drehmoment von 604 Nm. Für ordentlich Vortrieb dürfte fraglos gesorgt sein.

Eine andere Frage dürfte sicher den ein oder anderen beschäftigen: Wer zum Teufel ist VL Automotive und wie kann es dieser Neuling wagen, die Platzhirsche im Segment der Sportcoupés Porsche Panamera, Maserati Quattroporte, Aston Martin Rapide oder den Mercedes-Benz CLS 63 AMG derart zu attackieren? Hinter dieser kleinen feinen Automobilmanufaktur aus der Motor City Detroit steckt vor allem ein Mann: Der ehemalige Entwicklungschef und Vize von GM Bob Lutz. Und der ist im Business kein Unbekannter.

Aber zurück zum eigentlich spannenden, hier noch ein paar Details zum Wagen: Aluminium Rahmen, 22 Zoll Räder mit 255er vorne und 285er Bereifung hinten, Bi-Xenon Scheinwerfer und LED Innenraumbeleuchtung, ein Infotainment-System mit 10,2 Zoll Touchscreen, Zwei-Zonen Klimaautomatik und beheizten Vorder-  sowie Rücksitzen, um nur einiges zu nennen.

Wer jetzt schon an erste Probefahrten denkt oder gar Kaufabsichten hegt, muss sich leider noch etwas gedulden. Vor Mitte 2013 wird wohl kein Destino europäischen Boden berühren. Derzeit sind noch Prototypen in der Testphase unterwegs. Und auch nach der Testphase wird der Destino in chronologischer Reihenfolge an seine Besteller ausgeliefert. Wer sich also schnell entscheidet, hat möglicherweise die besten Karten. Ein entscheidendes Detail spart VL auch noch aus – den Preis des Supersportlers. In solchen Regionen dürfte der allerdings auch nur Nebensache sein. Wir vom Drivers Club Germany stellen uns auf jeden Fall schon mal in die Schlange für eine Probefahrt mit dem ur-amerikanischen Supersportler.